Vegane Pizza fritta

Diese Pizza gehört zu Napoli wie das Chaos auf den Straßen der Stadt. Sie ist ein typisches Streetfood, das aus der Nachkriegszeit stammt. Selbst Brennholz war damals Luxus, und die Neapolitaner mussten kreativ werden und begannen daher, den Pizzateig einfach zu frittieren. Das Ergebnis war verblüffend gut und schon bald wurde die Pizza Fritta von den Neapolitanern auf der Straße verkauft, um sich etwas Geld dazu zu verdienen. Ursprünglich wurde die Pizza fritta ohne Füllung gebacken, doch heute gibt es viele verschiedene Variationen – und der Kreativität sind, wie bei einer gebackenen Pizza, kaum Grenzen gesetzt. Um das Streetfood zu Hause zuzubereiten, braucht man nur ein wenig Geduld und, wie immer beim Kochen, viel Leidenschaft, etwas gute Musik und gute Gesellschaft.

Zutaten Teig

  • 1 Päckchen Hefe 30 g (oder Trockenhefe)
  • 250 ml lauwarmes Wasser
  • 1 Prise Zucker
  • 500 g Mehl (Typ 405)
  • ½ Esslöffel frische Milch
  • 2 Esslöffel kaltgepresstes Olivenöl
  • 1 Teelöffel Salz

Zutaten Belag

  • 400 g Tomaten (frisch oder aus der Dose)
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 1 Teelöffel Oregano
  • Etwas frisches Basilikum
  • 300 ml Sonnenblumenöl zum Braten

Zubereitung

  1. Das Mehl in eine große Schüssel sieben, eine Vertiefung in der Mitte des Mehls machen und die Hefe, eine Prise Zucker und einen Teil des lauwarmen Wassers hineingeben. Sehr vorsichtig rühren, ohne das Mehl hineinzurühren. Warte etwa 3 bis 5 Minuten, bis sich kleine Blasen bilden und sich die Hefemischung fast verdoppelt hat.
  2. Restliches lauwarmes Wasser, Milch, Salz und Olivenöl zugeben und mit einer Gabel oder den Fingern langsam vom Rand her verrühren
  3. Wenn sich der Teig zu einer groben Kugel formen lässt, ihn auf eine bemehlte Arbeitsfläche legen und mit der Hand etwa 15 Minuten weiter kneten, bis der Teig glatt, glänzend und elastisch ist.
  4. Den Teig leicht mit Mehl bestäuben und in einer Schüssel an einem warmen Ort, mit einem Tuch abgedeckt, ca. 1 ½ Stunden gehen lassen
  5. Dann den Teig in Kugeln von je ca. 100 g (ca. 10) teilen, auf ein Backblech legen und genügend Abstand dazwischen lassen, da der Teig sein Volumen verdoppelt. Zugedeckt eine weitere Stunde gehen lassen.
  6. In der Zwischenzeit die Sauce zubereiten. Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten: Die erste ist, die gewürfelten Tomaten in einer Schüssel mit dem Oregano, einigen Basilikumblättern, etwas Salz und extra nativem Olivenöl zu verühren. Dies ist besonders lecker mit frischen Tomaten. Die zweite (die ich verwende) ist, die Tomatenmischung  etwa 10 Minuten lang zu kochen, was meiner Meinung nach  sowohl bei frischen Tomaten als auch bei manchen Dosentomaten den säuerlichen Geschmack wegnimmt. In beiden Fällen die Sauce bis zur Verwendung zugedeckt aufbewahren.
  7. Drück jede Kugel mit den Händen auf einer leicht bemehlten Fläche zu einer Teigscheibe von etwa 0,5 cm Dicke und 15 cm Durchmesser. Tipp: Lass nicht zu viel Mehl auf dem Teig, damit es das Öl nicht verunreinigt.
  8. Sonnenblumenöl in einer tiefen Pfanne erhitzen. Die Pizzen ohne Belag in das 180 °C heiße Öl tauchen und unter häufigem Wenden einige Minuten frittieren, bis sie vollständig goldbraun sind.
  9. Herausnehmen und ca. 1-2 EL Tomatensauce und reichlich frisches Basilikum auf die Pizza löffeln.
  10. Leg die Pizzen zum Abtropfen auf ein doppeltes Blatt Küchenpapier.

Pizza Fritta nicht-vegan

Als zusätzliche Zutat verwende in dünne Scheiben geschnittenen Provolakäse oder Mozzarella.

Zubereitung
  • Weiter bei 8. Den Teig ohne Belag ausbacken und nach dem letzten Wenden, noch in der Pfanne, 1-2 EL Tomatensauce und einige Käsescheiben auf den Pizzateig löffeln.
  • Ein wenig heißes Öl darüber träufeln, damit der Käse schmilzt.
  • Aus der Pfanne nehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
  • Heiß mit viel frischem Basilikum servieren.

Pizza fritta ripiena

Eine weitere spektakuläre Variante ist die gefüllte Pizza fritta.

Anstelle der Tomatensoße eine Füllung machen mit:

  • 100 g Provola-Käse (kann durch jungen Cheddar ersetzt werden)
  • Salz, Pfeffer
  • Optional: 100g Salami
  • 250 g Ricotta (kann durch Mozzarella ersetzt werden)
  • 3 Esslöffel Parmesankäse
Zubereitung
  • Weiter bei 6. Schneide den Provola-Käse und die Salami in Würfel (wenn beides verwendet wird) und gib sie zusammen in eine Schüssel. Ricotta, den Parmesan, den Pfeffer und eine Prise Salz hinzufügen und alles mit einem Löffel vermengen.
  • Drück jede Kugel mit den Händen auf einer leicht bemehlten Fläche zu einer Teigscheibe von etwa 0,5 cm Dicke und 15 cm Durchmesser. Denk daran, nicht zu viel Mehl auf dem Teig zu lassen, damit es das Öl nicht verunreinigt.
  • Ein paar Löffel der Provola/Ricotta-Mischung und einige Basilikumblätter in die Mitte der Teigscheiben geben. Dann den Teig zu Halbkreisen falten und die Ränder gut andrücken.
  • Sonnenblumenöl in einer tiefen Pfanne erhitzen. Die gefüllten Pizzen bei 180°C in das Öl tauchen und unter häufigem Wenden einige Minuten frittieren, bis sie vollständig goldbraun sind.
  • Herausnehmen und die Pizzen auf einem doppelten Blatt Küchenpapier zum Trocknen legen.
  • Heiß servieren.

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