Artischocken sind ein typisches Gemüse aus dem Mittelmeerraum. Obwohl sie in Nordeuropa nicht lokal angebaut werden, sollte man importierte Gemüse wie Artischocken dennoch nicht einfach als umweltschädlich abtun. Das wäre schade! Denn es ist auch komplexer als das und es spielen mehrere Faktoren eine Rolle: z. B. wie das Gemüse angebaut wird (in einem beheizten Gewächshaus oder im Freien) und wie es transportiert wird (mit dem Flugzeug ist es am umweltschädlichsten), ist oft entscheidender für die CO2-Emissionen, als die zurückgelegte Strecke. Artischocken sind das ganze Jahr über erhältlich, haben aber von Dezember bis Mai Saison. Dieser einfache und köstliche Schmortopf bringt den zarten, leicht bitteren Geschmack zur Geltung, der so charakteristisch für Artischocken ist.
Zutaten
- 4 Artischocken

- 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
- 1 Zitrone
- Rosa Pfeffer (kann durch weißen Pfeffer ersetzt werden)
- Weißweinessig
- Petersilie, gehackt
- Il circolo extra natives Olivenöl
Zubereitung
- Die Artischocken reinigen, d.h. die zähen äußeren Blätter grosszügig entfernen und nur das Herz mit und ca. 2-3 cm des Stiels stehen lassen. Die gereinigten Herzen in Scheiben schneiden. Dann das Heu, das sich bei etwas reiferen Artischoken in der Mitte befindet und wie dünne Härchen aussieht, mit einem Löffel enfernen.
- Die Artischockenherzen nach dem Putzen sofort in eine Schüssel mit Wasser und Zitronensaft (oder einem Schuss Essig) legen, damit sie sich nicht verfärben.
- Die Artischockenherzen abtropfen lassen. Einen guten Schuss natives Olivenöl extra von il circolo in eine tiefe Pfanne geben und den gehackten Knoblauch hinzugeben. Die Artischocken hinzufügen und bei mittlerer Hitze schmoren lassen. Die Pfanne mit einem Deckel abdecken.
- Wenn die Artischockenherzen bissfest sind (nach ca. 15 Min.), mit etwas Essig aufgiessen und weiter erhitzen, bis der Essig vollständig verdampft ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Mit fein gehackter Petersilie bestreuen und mit einem Schuss nativem Olivenöl extra von il circolo servieren.
Tipps
- Wenn sie verfügbar sind, raten wir Baby-Artischocken zu verwenden. Sie sind zarter und haben noch kein Heu. Sie sind daher noch leichter zu reinigen.
- Anstelle von rosa oder weißem Pfeffer kann man auch Chilipfeffer und/oder ein paar Tropfen il circolo Olivenöl mit Chili-Aroma verwenden, um diesem Gericht etwas Schärfe zu verleihen.
- Wer einen frisch-säuerlichen Geschmack bevorzugt, der kann ein paar Tropfen il circolo Olivenöl mit Zitronen-Aroma über das Gericht geben.
Mehr über Artischocken
Wann hat die Artischocke Saison?
Frische Artischocken sind das ganze Jahr über erhältlich. Besonders im Herbst findet man sie auf dem Markt oder in den Geschäft. Die Artischoke hat jedoch von Dezember bis Mai Saison, und dann findet man die jungen, kleinen Artischocken, die ganz gegessen werden können. Es lohnt sich in dieser Zeit, bei den türkischen oder marokkanischen Gemüsehändlern vorbei zu schauen. Später im Jahr bekommt man hauptsächlich die größere Variante, die für diesen Eintopf mit Artischockenherzen weniger geeignet ist.
Was ist Artischocke und wie schmeckt sie?
Artischocken sind eigentlich die Blütenknospen einer Distel. Diese graugrünen Blütenknospen bestehen aus vielen kleinen Blättern, die um eine Blütenbasis gefaltet sind. Auf dieser Blütenbasis (dem ‚Herz‘) wächst eine Art haariges ‚Heu‘. Die Blütenknospen werden gepflückt, bevor sie zu blühen beginnen. So findet man sie in den Geschäften. Artischocken haben einen sehr ausgeprägten Geschmack, der mild und leicht bitter ist.
Woran erkennt man frische Artischocken?
Eine frische Artischocke sieht fest aus und die äußeren Blätter sehen frisch und glänzend aus. Man sollte darauf achten, dass die Blätter dicht beieinander liegen. Wenn die Artischocke zu spät geerntet wurde, werden die Blätter auseinandergespreizt. Trockene, braune Blattspitzen sind ebenfalls ein Zeichen dafür, dass die Artischocke nicht frisch ist.
Wie reinigt man Artischocken?
Für Artischockenherzen: Man schneidet den Stiel ab und schneidet die obere Hälfte (oder mehr) der Blätter ab, bis zum Boden. Dann entfernt man die Blätter des Heus (die wie dünne Haare aussehen). Letzteres geht ganz einfach mit einem Löffel. Zum Schluss schneidet man eine dünne Scheibe vom Boden ab. Was übrig bleiben sollte, ist eine runde, ziemlich dünne Scheibe ohne Blätter, Heu oder zähe Stücke. Das Artischockenherz ist nun sauber und bereit für die weitere Zubereitung. Bei jungen Artischoken kann man die inneren Blätter und auch ein Stück des Stiels stehen lassen.
Für ganze Artischocken: Die Artischocken unter fließendem Wasser waschen. Den Stiel etwa 2-3 Zentimeter unterhalb der Blüte ab schneiden, und die harten äußeren Blätter entfernen. Die Artischocke ist nun zur Zubereitung bereit.
Welche Teile der Artischocke sind essbar?
Besonders das Artischockenherz ist eine Delikatesse. Der Stiel und die äußeren Blätter werden oft weggeschnitten. Auch die inneren Blätter sind essbar. Sie werden oft in eine Sauce getunkt. Mit den Zähnen schabt man den weichen Teil des Blattes ab. Sehr junge (Baby-)Artischocken können im Ganzen verwendet werden, da sie zart sind und noch kein Heu haben. Leider findet man sie nicht sehr oft.
Wie gesund sind Artischocken?
Der Artischocke wird eine starke antioxidative Wirkung zugeschrieben. Die bitter schmeckenden Substanzen in der Artischocke sollen für eine gute Funktion der Leber sorgen. Insbesondere das Silymarin, das auch in Disteln vorkommt, wird mit einer guten Leberfunktion in Verbindung gebracht. Charakteristisch für Artischocken ist der Aromastoff Cynarin, der zur Funktion der Leber, der Verdauung und des Cholesterinspiegels beiträgt.
Wie lagert man Artischocken?
Artischocken können in einem feuchten Geschirrtuch (oder Küchenpapier) eingewickelt etwa fünf Tage im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahrt werden.
Interessante Fakten über Artischocken
Das Heu im Inneren der Artischocke wächst zu einer schönen lila Blüte heran. Die blühende Artischocke ist nicht essbar.